Der Rohbau für die Kita steht: Projektentwickler Peter A. Fild, Oberbürgermeister Stefan Schlatterer, Architekt Ulrich Leiber (von links) und die am Bau beteiligten Handwerker feierten Richtfest.

Quelle: Badische Zeitung, 10. Oktober 2014
Autor: Gerhard Walser, Badische Zeitung

Auf dem Ramie-Areal steht der Rohbau für den ersten Bauabschnitt des privaten Bildungscampus.

EMMENDINGEN. Alle Beteiligten sparten nicht mit Lob an die Handwerker: Nach exakt einem halben Jahr steht der Rohbau für die neue Kita am Mühlbach, dem ersten Bauabschnitt des privaten Bildungscampus auf dem Ramie-Areal, dem eine Grundschule und ein Gymnasium folgen werden. Insgesamt 4,5 Millionen Euro investiert Projektentwickler Peter A. Fild in die neue Tagesstätte, die Platz für 40 Kinder im Krippenalter und weitere 40 für Kindergartenkinder bieten wird. Der Bauablauf ist genau im Zeitplan. Fundament und Rohbau des in Holzmassivbauweise und mit ökologisch verträglichen Materialien errichten zweigeschossigen Baus stehen. Kommende Woche sollen die Ziegel aufs Dach, das mit einer 40 KW-Fotovoltaikanlage ausgestattet wird. "Wir produzieren unseren eigenen Strom, der Rest wird ins öffentliche Netz eingespeist", freut sich Peter A. Fild, Geschäftsführer der Ratio Consult Waldkirch GmbH, die für den privaten Betreiber der Bildungseinrichtung, die gemeinnützige Concept maternel GmbH die Millionen-Investition tätigt. Fild rechnet mit einer Fertigstellung in den ersten Monaten des Jahres 2015. Im Herbst 2015 soll dann der Bau der Grundschule folgen. Die ersten Planungen dafür laufen bereits.


Danach entstehen in weiteren Bauabschnitten Turnhalle und Gymnasium. In drei bis vier Jahren, so schätzt Fild, ist der gesamte private Bildungscampus auf dem Gelände zwischen Fischer-Werken und Mühlbach dann komplett. "Wir wollen in Emmendingen partnerschaftlich ankommen", so Fild gegenüber der BZ. Hiesigen Unternehmen und dem Gewerbeverein soll das Betreuungsangebot vorgestellt werden, das mit flexiblen Öffnungszeiten die Vereinbarkeit von Beruf und Familie erleichtern soll.

Oberbürgermeister Stefan Schlatterer nannte das Projekt "eines der letzten Mosaiksteine bei der Kinderbetreuung in der Stadt". Die Krippenversorgung habe eine "beeindruckende Entwicklung" genommen. Noch vor sechs Jahren habe man gerade mal zehn Plätze "wie sauer Bier" angeboten, heute verfüge Emmendingen dank Investitionen in Millionenhöhe über 274 Betreuungsplätze für Kinder unter drei Jahren. Nun müsse es mit den Grundschulen weitergehen. "Ich kann mir nicht vorstellen, dass Eltern, die ihre Kinder in die Ganztagsbetreuung geben, plötzlich wieder zuhause bleiben", sagte Schlatterer. Die Ganztagsschule werde zu einem der großen Themen der Kommunalpolitik. Das neue Angebot passe hervorragend in das neue Baugebiet, in dem mittlerweile fast 1000 Menschen leben.

Viel Lob gab es beim Richtfest für die beteiligten Handwerksfirmen. Beiratsmitglied Gerhard Eiche dankte auch der Stadtverwaltung für die Unterstützung des Projekts. Architekt Ulrich Leiber lobte das "gute Teamwork" und die zuverlässige Arbeit der Bauleute. Allein für die Dachkonstruktion seien 100 Kubikmeter heimisches Holz verarbeitet worden.